Für wen lohnt sich ein
Dynamischer Stromtarif

Lohnt sich ein dymanischer Stromtarif für Sie?
Schauen Sie hin

Dynamische Stromtarife versprechen niedrigere Stromkosten, wenn Strom dann genutzt wird, wenn die Preise an der Strombörse besonders günstig sind. Doch lohnt sich ein solcher Tarif tatsächlich für jeden Haushalt? Wir haben verschiedene Verbrauchsszenarien auf Basis eines Jahresverbrauchs von 5.000 kWh im Jahr 2025 untersucht und mit unserem Festpreistarif Strom+ verglichen.

Im Überblick
Unsere 4 Beispielszenarien

Tarif

Jahreskosten (€)

Arbeitspreis (ct/kWh)

Grundpreis (€/Jahr)

Strom+

1.874 €

33,89

179,28 €

Dynamischer Tarif

2.034 €

35,88

240,00 €

Dynamischer Tarif + PV

2.096 €

37,13

240,00 €

Dynamischer Tarif + E-Auto

1.841 €

32,02

240,00 €

Strom+

Jahreskosten
1.874 €
 
Arbeitspreis
33,89 ct/kWh
 
Grundpreis
179,28 €/Jahr

Dynamischer Tarif

Jahreskosten
2.034 €
 
Arbeitspreis
35,88 ct/kWh
 
Grundpreis
240,00 €/Jahr

Dynamischer Tarif + PV

Jahreskosten
2.096 €
 
Arbeitspreis
37,13 ct/kWh
 
Grundpreis
240,00 €/Jahr

Dynamischer Tarif + E-Auto

Jahreskosten
1.841 €
 
Arbeitspreis
32,02 ct/kWh
 
Grundpreis
240,00 €/Jahr

Was zeigen die Ergebnisse?

Standardhaushalt: Dynamischer Tarif lohnt sich meist nicht

Im betrachteten Standardhaushalt ohne besondere Flexibilität entstehen mit dem dynamischen Tarif jährliche Stromkosten von 2.034 €. Damit liegt das Szenario rund 160 € über unserem Festpreistarif Strom+.

Der Grund: Der Stromverbrauch folgt typischerweise dem Alltag der Haushalte und fällt häufig gerade dann an, wenn viele andere Verbraucher ebenfalls Strom benötigen. Dadurch können die Vorteile günstiger Börsenpreise nicht ausreichend genutzt werden. Zusätzlich ist der Grundpreis des dynamischen Tarifs höher.

Dynamischer Tarif in Kombination mit einer PV-Anlage

Auf den ersten Blick könnte man erwarten, dass eine Photovoltaikanlage die Wirtschaftlichkeit verbessert. Unsere Untersuchung zeigt jedoch das Gegenteil: Die Gesamtkosten steigen auf 2.096 €.

Die Ursache liegt darin, dass die PV-Anlage den Stromverbrauch gerade in den günstigen Mittagsstunden reduziert. Der verbleibende Netzbezug verschiebt sich stärker in die Morgen- und Abendstunden, in denen die Börsenpreise häufig höher liegen. Dadurch steigt der durchschnittliche Arbeitspreis des bezogenen Stroms.

E-Auto und gezielte Lastverschiebung: Hier wird es interessant

Das beste Ergebnis erzielt das Szenario mit einem Elektroauto und bewusstem Verbrauchsmanagement. Wird das Fahrzeug mit einer wöchentlichen Lademenge von 10 kWh konsequent in den jeweils fünf günstigsten Stunden der Woche geladen, sinken die jährlichen Stromkosten auf 1.841 €.

Damit liegt dieses Szenario rund 33 € unter unserem Festpreistarif Strom+. Gleichzeitig reduziert sich der durchschnittliche Arbeitspreis auf 32,0 ct/kWh.

Dieses Ergebnis zeigt deutlich: Der wirtschaftliche Vorteil dynamischer Tarife entsteht erst dann, wenn Stromverbrauch aktiv in günstige Preiszeiten verlagert werden kann.

Unsere Empfehlungen

Unsere Empfehlung aus wirtschaftlicher Sicht:

Ein dynamischer Tarif lohnt sich vor allem für Haushalte, die:

  • ein Elektroauto besitzen,
  • eine steuerbare Wallbox nutzen,
  • ihren Stromverbrauch gezielt verschieben können,
  • und bereit sind, sich aktiv mit ihrem Verbrauchsverhalten auseinanderzusetzen.

 

Für klassische Haushalte ohne flexible Großverbraucher ist unser Festpreistarif Strom+ in vielen Fällen die wirtschaftlichere und planbarere Lösung.

Unsere Empfehlung aus ideellen und technischen Gründen:

Auch wenn der finanzielle Vorteil nicht immer im Vordergrund steht, können dynamische Tarife für technikaffine Kundinnen und Kunden interessant sein. Wer seinen Stromverbrauch intelligent steuert, trägt dazu bei, Strom dann zu nutzen, wenn besonders viel erneuerbare Energie im Netz verfügbar ist. Dadurch werden Stromnetze entlastet und die Integration von Wind- und Solarenergie unterstützt.

Besonders spannend sind dynamische Tarife für Haushalte mit:

  • Smart-Home-Systemen,
  • Energiemanagementsystemen,
  • Wärmepumpen,
  • Batteriespeichern,
  • Elektrofahrzeugen.


Hier kann die automatische Verbrauchssteuerung künftig zusätzliche Einsparpotenziale erschließen.

Wichtig ist, wie Sie den Strom nutzen
Schauen Sie hin

Dynamische Tarife sind kein Selbstläufer. Für den durchschnittlichen Haushalt ohne flexible Verbraucher sind sie derzeit häufig teurer als ein guter Festpreistarif. Wer jedoch über ein Elektroauto oder andere steuerbare Verbrauchseinrichtungen verfügt und bereit ist, seinen Stromverbrauch aktiv an die Marktpreise anzupassen, kann von den Preisschwankungen profitieren.

Unser Vergleich zeigt: Der größte Hebel liegt nicht im Tarif selbst, sondern in der intelligenten Nutzung von Strom, wenn er günstig verfügbar ist.

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