Energiepreiskrise - Wichtige Kundeninformation

Überblick über die aktuelle Marktsituation

Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen mit einer günstigeren Basisversorgung mit einer Strom- und Gaspreisbremse von den stark gestiegenen Gas- und Stromkosten entlastet werden. Zudem wird der Bund als Soforthilfe den Dezember-Abschlag für Gas und Wärme für private sowie kleine und mittlere gewerbliche Kunden übernehmen.

Dezemberabschlag

Das Gesetz über die Dezember Soforthilfe ist am 19. November in Kraft getreten. Der Bund übernimmt die Kosten für den Dezember-Abschlag für Gas und Wärme. Die Entlastung erfolgt automatisch, es muss kein Antrag o.ä. gestellt werden.

Berechnungsgrundlage bei Gas: ein Zwölftel des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs multipliziert mit dem im Dezember 2022 gültigen Preis.

Umsetzung: Bei einem SEPA-Lastschriftmandat stoppen wir die Dezember-Abbuchung. Falls der Dezember-Abschlag überwiesen wird, wird der Betrag mit der nächsten Rechnung verrechnet und dem Kunden somit erstattet.

Gaspreisbremse

Die Bundesregierung arbeitet derzeit an der Umsetzung einer Gaspreisbremse. Diese soll für private Haushalte, kleinere und mittlere Gewerbebetriebe (unter 1,5 mWh Gasverbrauch im Jahr) und Vereine gelten und den Gaspreis von März 2023 bis April 2024 bei 12 Cent pro Kilowattstunde deckeln. Angestrebt wird die rückwirkende Geltung zum 1. Februar. Für die Industrie ist eine befristete Gaspreisbremse mit einem Preisdeckel bei 7 Cent bereits ab Januar 2023 angedacht.

Strompreisbremse

Die Bundesregierung arbeitet gerade neben der Gaspreisbremse auch an einer Strompreisbremse. Diese wird voraussichtlich zum 1. Januar 2023 in Kraft treten. Der Strompreis für private Verbraucher sowie KMU’s soll bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Dies gilt für den Basisbedarf von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs. Für Industriekunden liegt der Preisdeckel bei 13 Cent für 70 Prozent des historischen Verbrauchs.

Abschläge Strom

Ihre Abschläge passen wir unter Berücksichtigung der entsprechenden Energiepreisbremsen an. D.h. die Abschlagshöhe Ihrer elf Abschläge für 2023 errechnen wir anhand 1/11 des Jahresverbrauchs 2022 x (80% x 40 ct + 20% x Tarifpreis).

Abschläge Gas

Ihre Abschläge passen wir unter Berücksichtigung der entsprechenden Energiepreisbremsen an. D.h. die Abschlagshöhe Ihrer elf Abschläge für 2023 errechnen wir anhand 1/11 des Jahresverbrauchs 2022 x (80% x 12 ct + 20% x Tarifpreis).

Mehrwertsteuersenkung auf Erdgas und Fernwärme

Zu spürbaren Entlastungen wird auch die reduzierte Mehrwertsteuer für Erdgas und Fernwärme von 19 % auf 7 % ab Oktober 2022 bis März 2024 führen.
Selbstverständlich geben wir diese Steuersenkung an unsere Kunden weiter. Aus unserer Sicht gilt zur Berechnung der Mehrwertsteuer der Zeitpunkt der Feststellung.
Dies führt dazu, dass Kunden der Stadtwerke Walldorf für die gesamte Gaslieferung des Jahres 2022 die reduzierte Mehrwertsteuer berechnet bekommen, sofern deren Verbrauch nicht bereits vor dem 01.10.2022 abgerechnet wurde.

 

Unser Fazit:

Es wurde/wird viel getan, um die Energieversorgung bezahlbar zu halten.
Auch die Versorgungssicherheit steht hier im Vordergrund.
Die Bundesregierung und die Stadtwerke vertretende Verbände arbeiten mit Hochdruck an Lösungen und dem Weg aus der Krise.
Wir als Stadtwerke setzen alle Entlastungspakete so schnell wie möglich um und unterstützen unsere Kunden nach besten Möglichkeiten.

Der deutsche Energiemarkt ist weiter sehr unstetig.
Zuverlässige Prognosen zur Entwicklung der Preise lassen sich kaum treffen.
Daher behalten wir die Energiekrise weiter im Fokus.

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.
Wertvolle Tipps zum Energiesparen finden Sie unter Energiespartipps | Stadtwerke Walldorf (stadtwerke-walldorf.de)

Stand: 21. November 2022